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Freue ich mich nur, wenn der Erfolg meine Arbeit begleitet? Oder ist die Freude eine Grundstimmung in meinem Leben? Im letzten Vers des 73. Psalms hören wir von einem Beter, der sich stark und konsequent mit seiner glücklosen Situation auseinandersetzt. Aber der Psalm erklärt auch, warum der Beter bei Gott bleibt.

Er beobachtet, dass es andere, Gottlose, gibt, die es im Leben offenbar besser haben. Sie haben Erfolg und sind glücklich. Er kommt zu dem Ergebnis: „Siehe, das sind die Gottlosen. Sie sind glücklich in der Welt und werden reich.“ Da sieht der Psalmbeter zwar ihr Glück, doch sie leben ohne Gott. Und er schaut die Gottlosen an und entdeckt, dass ihr Glück ein fremdes ist. Er betet: „Als es mir wehe tat im Herzen, da war ich ein Narr und wusste nichts. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ Der Psalm schildert eine schwere Glaubenskrise. Diejenigen scheinen in der Welt die Macht zu haben, die ohne Rücksicht ihre eigenen Interessen vertreten, ohne Rücksicht auf die Schöpfung und ohne Respekt vor dem Schöpfer. Das sind quälende Gedanken des Psalmbeters. Doch er will heraus aus ihnen. Und er kommt zu dem entscheidenden Schritt, dass auf der einen Seite Gott ihm nahe ist und auf der anderen Seite er selbst Gott nahe ist.

Wir dürfen uns freuen, dass Gott uns in dem vergangenen Jahr nahe war. Und der Psalmbeter vermittelt uns, dass Freude unsere Grundstimmung bleiben soll. So wächst Freude, die Bestand hat und Erfüllung gibt. So entsteht Freude, die Sinn gibt.